Eine Mob-Farm ist eine Einrichtung zum kontrollierten Spawnen und Töten von Mobs. So kann man leicht Items wie Schwarzpulver (von Creepern), Knochen und Pfeile (beides von Skeletten), Verrottetes Fleisch (von Zombies) und Fäden (von Spinnen) bekommen. In dieser Anleitung wird beschrieben, wie eine solche Anlage gebaut und betrieben werden kann.
Bau
Zunächst ist eine große Halle (Kantenlänge mindestens 30 m für gute Ergebnisse) auszuheben. Dafür benötigst man insbesondere Spitzhacken, am Besten aus hochwertigem Material wie Eisen oder Diamant, da es sonst sehr lange dauert, bis die Halle fertig ist. Aufgrund der Bedingungen für das Spawnen von NPCs ist auf eine ausreichende Deckenhöhe von wenigstens drei Blöcken zu achten. Alternativ kann man auch einen großen Raum an der Oberfläche bauen, was jedoch bedingt durch Unebenheiten und den enormen Bedarf an Baumaterial schwierig ist. Diese Halle kann im nachhinein immer noch vergrößert werden. Bis zu 144x144 Blöcke ist sinnvoll, da in dieser Entfernung immer noch Monster spawnen. Damit das funktioniert, muss man sich allerdings in der Mitte des Raumes befinden, bzw. in einem geschützten Raum direkt unter der Mitte. Warnung: Während der Bauphase ist auf ausreichende Beleuchtung zu achten, damit nicht schon vor Inbetriebnahme unerwünscht Monster spawnen.
Eine 30x30 Halle, unterirdisch gebaut:
Als nächstes wird ein Spülsystem installiert, um die gespawnten Mobs zu einer Falle zu transportieren: Zuerst gräbst man einen Mittelkanal, der die Farm an der längeren Seite teilt und 2x2 Blöcke im Querschnitt hat. Anschließend folgen Seitenkanäle im Abstand von beispielsweise 6 Blöcken bis zur jeweiligen Wand. Die Farm ist nun in kleine Rechtecke aufgeteilt, in denen Mobs spawnen und durch ihre Bewegungen in einen der Kanäle fallen.
Mit Eimern werden nun die Kanäle mit Wasser befüllt, wozu eine nahe unendliche Wasserquelle zweckmäßig ist: Um in die Mitte gerichtete Strömungen zu erhalten, sind an die Enden eines jeden Haupt- und Seitenkanals Quellblöcke zu setzen. Sollte ein Kanal jedoch länger als die Fließweite von Wasser sein, so schaffen zwei unterschiedliche Methoden Abhilfe:
- Am letzten vom Wasser erreichten Block gräbt man einen Meter in die Tiefe, sodass das Wasser weiterfließt. Nachteil ist jedoch, dass bei großen Farmen die Kanäle schnell sehr tief werden und somit keine effektive Raumnutzung möglich ist.
- Mit einer Treppenstufe sowie einem Schild kann ebenfalls ein stetiger Wasserfluss erreicht werden, ohne tiefer graben zu müssen (siehe Abbildung): In Strömungsrichtung wird die Stufe ausgerichtet und über ihr ein neuer Quellblock gesetzt, der durch das Schild am Zurückfließen gehindert wird.
Wasserfluss im Kanal
An den Kreuzungsstellen der Seitenkanäle mit dem Hauptkanal kann man außerdem mit Schildern unerwünschte Strömungen in andere Richtungen unterbinden. Nun kann mit dem Bau einer für die individuellen Ansprüche geeigneten Monsterfalle begonnen werden, von TNT-Fallen ist hier abzusehen.
Der Ausgang der Farm, der sich an eine Falle anschließt:
Betrieb
Damit feindliche Monster spawnen, muss ein Lichtlevel von 7 oder weniger hergestellt werden. Man kann also entweder ganz auf Licht verzichten oder mit Redstone-Fackel zumindest schwach beleuchten. Im Betrieb ist die Farm nicht wartungsintensiv. In regelmäßigen Abständen sollte der Item-Kanal der angrenzenden Falle ausgeräumt werden, da sonst die Items nach kurzer Zeit verschwinden. Alternativ kann auch ein automatisierteres System mit Trichter und Truhe aufgebaut werden. Desweiteren muss sich der Spieler in einem Umkreis von maximal 144 Blöcken um die Falle aufhalten, damit die Spawnbereiche im Speicher bleiben.
Mehrstöckige Mobfarmen
Man kann auch mehrere Fallen übereinander bauen, um den Ertrag zu erhöhen. Zuerst sollte aber die bestehende einstöckige Farm erweitert werden, da eine mehrstöckige Falle vom Bau und vor allem dem Umgang mit der Wasserströmung schwieriger zu bauen ist.
Anmerkungen
- Die hier beschriebene Falle funktioniert auch, um Spieler im Multiplayer gefangen zu nehmen bzw. zu töten.
- Die Falle eignet sich weniger gut gegen Endermen, da diese sich bei Kontakt mit Wasser sofort teleportieren. Es ist zu bedenken, dass Spinnen die Wände hochklettern können.
Weblinks
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