Version vom 27. Dezember 2014, 20:05 Uhr von @DeletedUser40504713(Diskussion | Beiträge)(Die Seite wurde neu angelegt: „''Minecraft'', das erst nur ein Spiel war, dann ein popkulturelles Phänomen, hat seit 2013 auch Einzug in '''Museen''' und andere Orga…“)
Minecraft, das erst nur ein Spiel war, dann ein popkulturelles Phänomen, hat seit 2013 auch Einzug in Museen und andere Organisationen gehalten.
MoMA
Das 1929 in New York gegründete Museum of Modern Art (MoMA) widmet sich ausschließlich der Gegenwartskunst. Es beherbergt eine der weltweit bedeutendsten und einflussreichsten Sammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst. Im November 2012 erwarb das MoMA 14 Computerspiele als Grundstock für eine neue Kategorie von Kunstwerken[1].
In der Daueraustellung "Applied Design" (Angewandte Gestaltung) werden ca. 100 Objekte der Designkunst gezeigt. Neben Möbeln und anderen Gebrauchsgegenständen sind auch Computerspiele zu sehen. In raumhohe, schwarze Stellwände, die teilweise mit dem Design des Spiels bedruckt sind, sind Monitore eingelassen. Es wurde bewusst darauf verzichtet, die typischen Geräte aufzubauen, auf denen die Spiele ursprünglich gespielt wurden. Stattdessen sind nur die flachen Monitore zu sehen; die Spiele sollen für sich selbst sprechen. Einige Spiele (Minecraft gehört nicht dazu) kann man auch spielen.
Die Ausstellung hat eine kontroverse Debatte in der Kunstwelt ausgelöst, ob Computerspiele überhaupt Kunst seien. Das MoMA antwortet, dass die bewegte Grafik ganz sicher Kunst sei, in der Ausstellung ginge es aber vor allem um das Design, also um die Gestaltung der Spiele. Dabei stand nicht nur der ästhetische Gesichtspunkt im Vordergrund, sondern auch das Design der Interaktion zwischen Spieler und Spiel. Zusammen mit Experten, Historikern und Kritikern war in eineinhalb Jahren ein Kriterienkatalog erarbeitet worden, woraus eine Wunschliste von 40 Computerspielen entstand, die nach und nach erworben werden.
Am 28. Juni 2013 verkündete das MoMA den Erwerb weiterer Computerspiele, darunter auch Minecraft[2]. Unter der Inventarnummer 702.2013[3] ist Minecraft, das der Hersteller Mojang dem Museum geschenkt hat, nun ein Teil der weltberühmten Sammlung.
Tate Gallery
1897 wurde in London das Kunstmuseum Tate Gallery gegründet, das die Werke britischer Künstler von 1500 bis in die Gegenwart ausstellt. 1998 kam die Webseite Tate Online hinzu. Dort wurde im November 2014 ein neues Projekt vorgestellt: "Tate Worlds". Bei diesem Projekt werden von Dragnoz und seinen Helfern acht Kunstwerke als Minecraft-Welten nachgebaut. Diese Welten sind als Adventure Map herunterladbar und enthalten interaktive Elemente, mit denen das jeweilige Kunstwerk oder dessen Geschichte erforscht werden können. Auf der Webseite der Tate Gallery kann man die Welten herunterladen.
André Derain, The Pool of London, 1906
Christopher Wynne Nevinson, Soul of the Soulless City, 1920