Die Welt von Minecraft ist sehr groß und es kann passieren, dass man sich in ihr verläuft. Hier sind einige Tipps, um sich auf der Minecraft-Map zu orientieren.
Orientierung an der Oberfläche
An der Oberfläche gibt es viele Möglichkeiten, sich zu orientieren. Am effektivsten sind Bauwerke, welche sich von der generierten Landschaft abheben, u. a. durch Fackeln, die sie in der Nacht beleuchten.
Die Sonne geht bei Minecraft im Osten auf und im Westen unter; ebenso der Mond, der der Sonne immer genau entgegengesetzt steht. Auch die Sterne und die Wolken bewegen sich nach Westen. Man kann sich zudem mit dem Debug-Bildschirm F3 die Koordinaten anzeigen lassen. Trotzdem ist es sehr wichtig, sich nicht zu weit durch die Welt zu bewegen, ohne seinen Weg nach dem „Hänsel-und-Gretel-Algorithmus“ zu markieren. Wenn man umkehrt, kann es durchaus vorkommen dass man seinen Ursprungsort verfehlt weil man ein bisschen zu weit nach links oder rechts läuft/fährt.
Startpunkt (Spawnpunkt)
Wenn man das Spiel startet, hat man einen sogenannten Startpunkt (Spawnpunkt). Wird eine neue Welt erzeugt, beginnt man auf diesem Punkt. Man landet auch wieder in dessen Nähe, wenn man stirbt und das zuletzt benutzte Bett zerstört wurde.
Es empfiehlt sich daher, das erste Haus/die Basis möglichst nah am Spawnpunkt zu bauen. Man sollte vor allem als Erstes in einer neuen Welt den Startpunkt deutlich markieren, damit man ihn leicht wiederfindet, ohne dafür sterben zu müssen. Auf alle Fälle sollten Fackeln zur Markierung gehören. Der Weg vom Startpunkt zur Basis sollte auch leicht zu finden sein.
Vorausgesetzt, über dem Spieler sind 2 Blöcke frei, wird seit Beta 1.4 der Spawnpunkt auf die Stelle gesetzt, an der das Bett steht, in dem man als Letztes geschlafen hat. In früheren Versionen war der Spawnpunkt nicht veränderbar. Wird dieses Bett entfernt, gilt jedoch der Startpunkt wieder als Spawnpunkt, egal, wieviele zuvor genutzte Betten noch stehen.
Für den Fall, dass man sich verlaufen hat, und nicht extra sterben möchte, um zum Startpunkt zurückzukehren, empfiehlt es sich, einen Kompass zu craften. Dieser zeigt statt nach Norden immer auf den Spawnpunkt. Das ist besonders in Höhlen für die Orientierung nützlich.
Karte
Seit Beta 1.6 hat man zudem die Möglichkeit, sich eine Karte zu craften. Dort kann man die Himmelsrichtung in der üblichen Weise ablesen, sofern man sich gerade auf dem angezeigten Gebiet befindet: Oben ist Norden, rechts ist Osten, links ist Westen und unten ist Süden. Die Karte kann aus Papier und einem Kompass gecraftet werden:
| Eingabe » Ausgabe |
|---|
| Vorlage:Grid2/Werkbank |
X-,Y- und Z-Koordinaten
Wenn man den Debug-Bildschirm mit F3 aufruft, sieht man links auf dem Bildschirm die Koordinaten X, Y und Z. Wenn man vorhat, auf eine größere Reise zu gehen, ist es sinnvoll, sich die Position der Basis bzw. wichtiger Orte zu notieren.
Die X-Koordinate nimmt nach Osten zu. Positive X-Koordinaten liegen also östlich vom Nullpunkt, negative westlich vom Nullpunkt. Die Z-Koordinate nimmt nach Süden zu. Positive Z-Koordinaten liegen also südlich vom Nullpunkt, negative nördlich vom Nullpunkt. Die Y-Koordinate zeigt die Höhe an. Der Spawnpunkt liegt nicht exakt auf dem Nullpunkt, sondern nur in dessen Nähe.
Mit dem Befehl Schrägstrich oder 1= fehlt, siehe Dokumentation kann man sich oder einen anderen Spieler an beliebige Koordinaten teleportieren.
Blickrichtung
F3 zeigt unter "f" auch die Blickrichtung (engl. facing direction) an: North, East, South oder West.
Koordinaten und Blickrichtung im Debug-Bildschirm
Fackeln
Die einfachste Methode, sich zu orientieren, ist, Fackeln in den Boden zu setzen und sich so den Weg zu markieren. Diese Methode ist besonders nachts hilfreich. Im Nether kann man alternativ auch den unendlich lange brennenden Netherstein anzünden, darf sich dabei aber nicht durch wild brennende Nethersteine verwirren lassen.
Fackeln zur Orientierung bei Nacht
Türme
Eine etwas aufwändigere Methode ist, Säulen, große Türme oder auffällige Objekte zu bauen. Dabei muss jenes gut beleuchtet sein und möglichst die Landschaft überragen. Die Gebilde sollten zudem irgendwie den Weg zurück weisen, wobei reicht, wenn eine Fackel an der Seite hängt, in die man gehen muss.
Turm mit Fackeln zur Orientierung
Sonne, Mond, Wolken
Eine simple Methode ist auch, sich an der Sonne oder am Mond zu orientieren. Dabei nutzt man die Tatsache, dass die Sonne und der Mond immer im Osten aufgehen und im Westen untergehen. Bevor man seine Basis hinter sich lässt, sollte man schauen, in welche Richtung die Sonne oder der Mond wandert und daraus ermitteln in welche Himmelsrichtung man sich bewegt. Zudem sollte man sich möglichst nur in eine exakte Himmelsrichtung bewegen, um den Rückweg leichter zu finden.
Aufgehende Sonne zur Orientierung
Genauso kann man sich an Wolken und Sternenhimmel orientieren (wenn Sonne/Mond von irgendwas verdeckt werden). Wolken und Sternenhimmel bewegen sich wie Sonne und Mond immer von Osten nach Westen.
Sonnenblumen
Sonnenblumen zeigen immer nach Osten.
Sonnenblumenebene
Orientierung in Höhlen
Es gibt Höhlen der verschiedensten Größen. In kleineren Höhlensystemen kann man sich ziemlich leicht orientieren. Dazu setzt man nur einige Fackeln an die Wand.
Bei größeren Höhlensystemen sollte man außer Fackeln noch auffällige Markierungen setzen. Man kann an Abzweigungen z. B. gecraftete Schilder an die Wände hängen (">>>EXIT>>>"). Setzt man die Fackeln immer nur auf eine Seite des Weges (z. B. rechts), dann braucht man beim Rückweg nur darauf zu achten, dass sie sich nun auf der anderen Seite befinden müssen (z. B. links).
Sehr nützlich sind auch einzelne Sandblöcke. Sie sind in der nächsten Wüste oder am Strand einfach und in Massen erhältlich, im steinernen Höhlenlabyrinth sind sie immer sofort erkennbar, sie können in tiefen Höhlen von Lava nicht verbrannt werden und man kann eine Fackel an der Seite Richtung Ausgang platzieren.
Man sollte nie versuchen, sich direkt nach oben zu graben, da es sein kann, dass Kies oder Sand herunterfällt oder man in Wasser oder Lava gerät. Man sollte auch nicht direkt nach unten graben, da sich dort möglicherweise Lava oder große Löcher und weitere Höhlen befinden.
Blocktextur
Wer sich als Spurensucher betätigen möchte, kann sich auch bestimmte Texturmerkmale der häufigsten Blöcke (Stein, Gras, Sand, Netherstein) einprägen. Dabei wird ausgenutzt, dass diese Texturen stets in derselben Orientierung in der Spielwelt platziert werden. Diese Variante kann auch unterirdisch genutzt werden.
Hier sieht man die Standard-Textur von vier häufig vorkommenden Blöcken. Die Blöcke sind nach Norden ausgerichtet, d.h. unten ist immer Süden. Bestimmte Texturmerkmale können beim Bestimmen der Himmelsrichtung helfen:
- Stein hat auf der südlichen Seite einen 2 x 2 Pixel großen grauen Fleck.
- Gras hat einen hellen "Schlüssel", dessen längere Seite nach Süden weist.
- Sand hat eine 3 x 3 Pixel große "Blume" am südlichen Rand.
- Netherstein hat auf der südlichen Seite einen schwarzen Winkel.
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| Installationen |
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