Hier also eine weitere Variante einer Melonenfarm. Sie dient der automatischen Produktion von Melonen, bzw. Melonenscheiben.
Diese Melonenfarm produziert bei jeder Ernte acht Melonen, das entspricht 24 - 56 Melonenscheiben. Sie ist so konstruiert, dass sie (in gewissen Grenzen, siehe unten) erweitert werden kann, falls dies mal erforderlich sein sollte. Zudem ist die Redstone-Verschaltung recht einfach und liegt komplett unterirdisch.
Die Farm arbeitet mit acht Kolben, die beim Herausfahren gegen die Melonen-Blöcke stoßen und diese zerstören. Der ggf. unterhalb der Melonen befindliche Ackerboden wird dabei in normale Erde umgewandelt. Die Kolben fahren aus, sobald der Spieler (oder ein NPC) eine Druckplatte betritt. Die gedroppten Melonenscheiben werden über einen Wasserkanal zum Spieler getragen und von ihm eingesammelt.
Das Wasser dient zugleich als Bewässerung. Damit die Bewässerung jedoch ihre wachstumsbeschleunigende Wirkung entfalten kann, müssen nach jeder Ernte die Blöcke, auf denen die Melonen wachsen, neu mit einer Hacke zu Ackerboden umgewandelt werden. Das ist zu aufwendig und wird daher nicht empfohlen: Die Farm produziert auch so genug Melonenscheiben.
Gelegentlich bleibt die ein oder andere Melonenscheibe irgendwo hängen und kann manuell eingesammelt oder ignoriert werden.
Schritt für Schritt
Die Melonenfarm wird auf einem Areal von 13x9 Blöcken angelegt. Die dunkelgrüne Umrandung auf den Bildern ist nur zur Verdeutlichung und gehört nicht mit zum Farm-Rechteck. Die acht hellgrünen Blöcke in der Mitte zeigen die späteren Positionen der Melonenpflanzen. Die angelegten Grabungen sind mit Sandstein ausgelegt, damit sie sich deutlicher von ihrer Umgebung abheben.
Zwei Gruben der Maße 11x3 Blöcke werden drei Blöcke tief gegraben. In ihnen werden die Redstone-Leitungen von der Druckplatte zu den Kolben verlegt. In der Mitte ist ein 12 Blöcke langer und ein Block tiefer Graben angelegt. Er bildet den Wasserkanal, an dessen unterem Ende die Druckplatte liegen wird.
Innen an die Gruben werden zwei Reihen á acht Blöcke gebaut, hier aus Pflasterstein. Ebenso wie die vier weiteren Pflastersteine rechts und links der Mitte verhindern sie, dass die Melonen in eine unerwünschte Richtung wachsen. Statt Pflasterstein ist daher jedes Material erlaubt außer Erde, Gras und Ackerboden. Sand und Kies funktionieren natürlich auch nicht.
Auf den beiden Achterreihen werden außerdem die Kolben platziert. Sie liegen unmittelbar neben den Grasflächen, auf denen später die Melonen wachsen werden. Ihre Kolbenköpfe zeigen in die Mitte.
In den Gruben genau unterhalb der Kolben werden beliebige Blöcke platziert, auf die Redstone-Fackeln gesetzt werden. Dies bewirkt zunächst, dass die Kolben ausfahren.
Die gesamte Verschaltung in der Übersicht. Pflastersteine und Kolben wurden nochmal entfernt, um es klarer zu machen. Die Redstone-Leitungen laufen immer gerade in den Block mit der Redstone-Fackel hinein. Die Leitungen sind hier aktiv, die Fackeln dagegen inaktiv, d. h. sie würden kein Signal zum darüber liegenden Kolben geben. Diese Art der Verschaltung nennt man NOT- oder Inverter-Schaltung, weil das Signal umgekehrt (invertiert) wird.
Hier der Ausgangspunkt der Verschaltung, die Stein-Druckplatte mit darunter liegender Redstone-Leitung und aktiver Redstone-Fackel. Auch dies ist eine Inverter-Schaltung. Sobald die Druckplatte betätigt wird, geht ein Signal durch die Leitung zu der Fackel. Der Zustand der Fackel wird invertiert, sie wird also inaktiv, die in Richtung Kolben gehenden Leitungen ebenso. Die Redstone-Fackeln unterhalb der Kolben invertieren das Signal abermals, sie werden aktiv und betätigen damit die Kolben.
Hier die gesamte Farm in der Übersicht. Die Gruben werden noch mit zwei normalen Fackeln ausgeleuchtet, ehe sie abgedeckt werden, damit keine nervigen Monster darin spawnen können. Im unteren Teil des Grabens ist die Druckplatte zu sehen, von der symmetrisch die Redstone-Leitungen fortführen.
Hier ist die Melonen-Farm fast schon vollständig. Die Gruben sind abgedeckt, im mittigen Graben fließt Wasser bis kurz vor die Druckplatte. Die hellgrünen Woll-Blöcke sind durch Ackerboden ersetzt worden, in dem schon die ersten zarten Keime sprießen.
Die Melonenpflanzen tragen die ersten Früchte. Wie gewünscht sind die Melonen genau vor den Kolben gewachsen. Einige Tiere sind herbei gekommen, um sich das seltsame Gebilde anzuschauen. Vielleicht gibt es ja was zu holen?
Die Kolbenköpfe fahren synchron aus, als der Spieler die Druckplatte betritt. Sie zerstören die Melonen und schleudern die entstandenen Melonenscheiben in Wasser, dass die Melonen in einen Trichter, der sie wiederum in eine Truhe leitet.
== Erweiterung == <3
Eine Erweiterung der Melonenfarm ist natürlich nicht notwendig, weil man niemals solch riesige Mengen an Melonescheiben benötigt, um seinen Hunger zu stillen. Selbst diese Acht-Melonen-Farm ist schon mehr als ausreichend, um einen Spieler komplett mit Nahrung zu versorgen. Aber es macht Spaß, die bestehende Konstruktion zu erweitern und die dabei entstehenden Schwierigkeiten zu bewältigen. Es ist eine intellektuelle wie künstlerische Herausforderung und mag anderen als Anregung dienen.
Die Melonenfarm kann erweitert werden, aber es ist nicht ganz so einfach. Mehrere Probleme tauchen auf:
- Redstone-Signale haben eine begrenzte Reichweite von 15 Blöcken. Will man das Signal weiter leiten, müssen Verstärker zwischen geschaltet werden.
- Das Wasser, welches die Melonenscheiben transportiert, fließt lediglich acht Blöcke weit. Will man diese Strecke verlängern, muss man alle acht Blöcke eine Stufe einbauen. Das hat den Nachteil, dass es immer tiefer hinab geht. Wenn man Druckplatte und Einsammelpunkt identisch halten will, muss auch die Redstone-Schaltung entsprechend erweitert werden.
- Die grundsätzlichen Begrenzungen der Minecraft-Spielwelt verhindern eine beliebige Erweiterung mit einer noch funktionierenden Maschine. Einmal die maximale Höhe der Spielwelt, die dem Wasserfluss Grenzen setzt. Zum anderen der Umstand, dass alle Mechanismen nur in geladenen Chunks funktionieren. Und schließlich verschwinden gedroppte Items außerhalb eines bestimmten Radius um den Spieler von alleine. Diese Grenzen sind jedoch selten von praktischer Bedeutung, es sei denn, man macht es sich zur Herausforderung, bis an sie heran zu gehen.
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